06. November, 2019

Thermostate richtig nutzen – das Gehirn der Heizung​

Solarzellen und Geldscheine

Was gibt es Schöneres, als es sich bei Schmuddelwetter vor der Tür im kuschelig warmen Zuhause gemütlich zu machen? Eine besonders wichtige Funktion, damit dieser Gemütlichkeit nichts im Weg steht, haben Heizkörperthermostate. Denn ist der Heizkessel das Herz der Heizung, dann sind die Thermostate so etwas wie ihr Gehirn – denn über die kleinen Regler legen wir fest, wie warm es im Zimmer werden soll. Richtig bedient sorgen sie für Komfort und helfen außerdem dabei, Heizkosten zu sparen. Darauf kommt es dabei an: 

Tipps zum richtigen Bedienen von Thermostaten

1. Die richtige Temperatur für jeden Raum
Die wichtigste Regel für das richtige Heizen ist, das Thermostat in jedem Raum auf die passende Temperaturstufe einzustellen. Die Wohlfühltemperatur für das Wohnzimmer liegt bei etwa 20 Grad, das entspricht der Thermostatstufe 3. Für alle anderen Räume gelten folgende Richtwerte:

 

Bei programmierbaren Thermostaten können Sie Ihre Wunschtemperatur direkt über das Display einstellen, bei herkömmlichen Thermostaten entspricht jede Stufe auf dem Thermostat einer bestimmten Temperatur.

2. Nicht voll aufdrehen, sondern auf die richtige Temperaturstufe stellen
Egal auf welche Stufe Sie das Thermostat stellen: Sobald Sie es auf eine der fünf Einstellungen drehen, öffnet sich ein Ventil vom Heizungsrohr zum Heizkörper und lässt heißes Wasser in den Heizkörper einströmen. Der Unterschied zwischen den einzelnen Stufen ist lediglich, wann das Ventil wieder geschlossen wird.

Ein Temperaturfühler im Thermostatkopf gleicht die Umgebungstemperatur kontinuierlich mit der voreingestellten Temperatur ab – ist die eingestellte Temperatur erreicht, wird das Ventil wieder geschlossen. Im Vergleich zur Einstellung auf 3 heizt die Heizung bei der Einstellung 5 also einfach länger – nämlich, bis im Raum 28 statt beispielsweise 20 Grad vorherrschen.

3. Alte Thermostate austauschen
Auch wenn sie immer nur ein halbes Jahr in Betrieb sind: Nach einigen Jahren verschleißen Heizkörperthermostate und sollten ausgewechselt werden. Lässt sich der Regler nur noch schwer bewegen oder bleibt die Heizung, unabhängig von der Einstellung, heiß, kann das an einem defekten Thermostat liegen. Als Faustregel gilt, dass Thermostate nach etwa 15 Jahren Betrieb ausgetauscht werden sollten.

Für manche Münchnerin und manchen Münchner lohnt sich dann der Wechsel zu programmierbaren Thermostaten. Mit den elektronischen Helfern lassen sich Heizzeiten bequem festlegen – so ist das Bad morgens zum Aufstehen schon warm, wird anschließen aber auch zuverlässig heruntergeregelt. Auf diese Weise und durch ihre gradgenaue Einstellung können elektronische Heizungsthermostate dabei helfen, den Heizenergieverbrauch zu optimieren. Und das spart Heizkosten.

Ob auch Ihre Thermostate ihre besten Tage hinter sich haben, erfahren Sie in unserem ThermostatCheck.