Mit Bus oder Bahn unterwegs – klimafreundlich ohne Stau und Parkplatzsorgen

Kennen Sie das? An manchen Tagen läuft es einfach nicht. Sie haben einen wichtigen Termin, sind spät dran – und plötzlich fängt es auch noch an zu regnen. Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, ist häufig die flexibelste und schnellste Art der Fortbewegung in München. Allerdings ist das bei Regen- oder Schmuddelwetter sowie großer Hitze nicht immer besonders angenehm. Dann ist der ÖPNV eine gute Alternative.

Im Hinblick auf das Klima ist der ÖPNV bei schlechtem Wetter oder weiteren Strecken die beste Wahl – und kostengünstig und schnell erreichbar sind Tram, Bahn und Bus meist auch. Natürlich verursachen auch öffentliche Verkehrsmittel CO2-Emissionen. Aber sie schneiden erheblich besser ab als der herkömmliche motorisierte Individualverkehr. Und je mehr Personen auf die öffentlichen Nahverkehrsmittel zurückgreifen, desto besser ist die Auslastung. Damit lohnt sich dann auch der weitere Ausbau der Infrastruktur. Und das wirkt sich wiederum positiv auf die Klimabilanz aus.

Mit der Infrastruktur des Münchner ÖPNV sind übrigens drei von vier Münchner*innen laut einer Studie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur aus dem Jahr 2019 ganz oder sogar sehr zufrieden.

Verkehrsmittel im Vergleich: COpro Jahr

nfografik_Verkehrsmittel_im_CO2-Vergleich

Infografik „Verkehrsmittel im Vergleich“ / zum Vergrößern klicken

Autos sind im Schnitt gerade mal mit rund 1,5 Personen besetzt, im Berufsverkehr sogar nur mit 1,2 Personen. Auf gleicher Fläche können Bus und Bahn also deutlich mehr Personen transportieren – und sorgen so für weniger Staus und weniger Emissionen in München.

In unserer Infografik können Sie sehen, dass ein durchschnittlicher Arbeitsweg mit einem Auto mit Verbrennungsmotor beinahe doppelt so viel klimaschädliche CO2-Emissionen verursacht wie mit Bus und Bahn.

Ein gewichtiger Grund mehr also, auf den ÖPNV umzusteigen, wenn es für Sie möglich ist.

Je nach persönlicher Fahrstrecke und Situation kann auch ein Zusammenspiel verschiedener Mobilitätsformen sinnvoll sein. Nicht immer eignet sich die Bahn am besten. Für kurze Strecken zum Beispiel ist das Fahrrad der smartere Weggefährte, für weitere Entfernungen oft die U-Bahn – und zum Transport von sperrigen Gegenständen zur Not auch mal ein Carsharing-Fahrzeug.

Diesen Trend zur sogenannten Multimodalität, dem Verknüpfen verschiedener Verkehrsmittel, greift die MVG auf: Mit Hilfe der App MVG more sehen Sie alle passenden Angebote auf einen Blick. In der App finden Sie Leihräder, Elektro-Roller und Carsharing-Fahrzeuge. So gelangen Sie klimafreundlich, flexibel und spontan direkt von Haustür zu Haustür – in einer Kombination von Verkehrsmitteln.

Icon zum ÖPNV-Rechner

Klimaschutzpotenzial berechnen: So viel CO2 spart jeder Weg

Egal, ob 3,5 oder 15 Kilometer Arbeitsweg – das dichte Verkehrsnetz des ÖPNV bietet eine passende Verbindung für fast jede Strecke in München. Wie viel CO2 Sie ganz persönlich für Ihren Weg zum Arbeitsplatz täglich in etwa vermeiden können, zeigt Ihnen unser Rechner – nutzen Sie dies als Ansporn, auf Bus oder Bahn umzusteigen! Wer zum Beispiel fünf Mal die Woche nur 25 Kilometer mit dem Auto pendelt, spart bei Nutzung des ÖPNV jährlich rund 598 kg CO2 ein. 

Im Internet, bei MVG und MVV, finden Pendler*innen zudem alle nötigen Informationen, wie der eigene Arbeitsweg am besten mit dem öffentlichen Personennahverkehr zurückgelegt werden kann: Netz- und Tarifpläne, barrierefreie Bahnhöfe, Minifahrpläne und Aushangpläne für Zuhause oder den Arbeitsplatz.

Unterwegs im ÖPNV: weniger Stau, Stress und genügend freie Parkflächen

U-Bahn Menschen gehen durch einen Tunnel

© Savvapanf Photo / iStock

Pendler*innen mit dem ÖPNV sind nicht nur klimabewusst unterwegs, sie profitieren auch von vielen weiteren Vorteilen: weniger Stau und geringerer Stress im Straßenverkehr zum Beispiel. Statt sich mit dem Auto durch den Berufsverkehr zu quälen und oft Stoßstange an Stoßstange zu stehen, profitieren sie bei der Fahrt mit Nahverkehrszügen, S-Bahn, U-Bahn, Tram oder Bus.

Dank des Beschleunigungsprogramms der MVG für Trams beispielsweise, können Nutzer*innen des ÖPNV immer häufiger Zeit und Nerven sparen. Bei der Fahrt mit der Tram profitieren Sie von kurzen Fahrzeiten, hoher Pünktlichkeit, neuen Linien und komfortablen Haltestellen. Insgesamt ist das beschleunigte Streckennetz bereits 82 Kilometer lang.

Eine gute Nachricht für die 185 Millionen Fahrgäste, die jährlich mit den öffentlichen Bussen auf Münchens Straßen unterwegs sind: Die Beschleunigung wird nach und nach auch auf den städtischen Busverkehr übertragen. Bei einigen Buslinien, wie beispielsweise den Linien 50, 56, 60, 160 sowie 164 bis 166 ist das schon geschehen, andere folgen noch in diesem Jahr oder 2022. Sollten Sie es sehr eilig haben, können Sie Münchens Expressbusse nutzen. Die bieten attraktive Querverbindungen ohne Umsteigen und sind an das U- und S-Bahnnetz angeschlossen – beispielsweise zum Münchner Hauptbahnhof vom Tierpark (Buslinie X98).

Kommen Sie aus dem Umland und wollen Ihr Auto in Zukunft lieber außerhalb der Stadt stehen lassen, verschafft Ihnen das MVG-Pendlerprogramm Park & Ride einen Überblick über Parkplätze und Anschlusszüge in die Stadt.