Fahrradkultur in München: Mitmachen lohnt sich – gemeinsam für ein gutes Klima 

München ist für viele Menschen attraktiver Lebens- und Arbeitsmittelpunkt, die bayerische Metropole erfreut sich zudem steigender Geburtenraten. Täglich pendeln rund 400.000 Menschen nach München, dabei nutzen sie die unterschiedlichsten Verkehrsmittel. Rund 190.000 Münchner*innen pendeln dagegen zur Arbeit ins Umland. Die einzelnen Zahlen spiegeln sich in einer hohen Verkehrsdichte wider. Die Landeshauptstadt München stellt sich über vielfältige Maßnahmen und Beschlussfassungen in verkehrsplanerischer und umweltpolitischer Hinsicht ihren Aufgaben und Herausforderungen. Beispielsweise wird der weitere Ausbau des Fahrradnetzes vorangetrieben: eine umfassende Radinfrastruktur soll allen Bürger*innen ein verkehrssicheres und komfortables Radeln bieten. Damit investiert die Landeshauptstadt München in eine klimafreundliche Mobilität der Zukunft. Das lohnt sich, denn Radeln hilft, klimaschädliche CO2-Emissionen zu reduzieren und ist zudem praktisch und zeitsparend: Ob zum Einkaufen oder zur Arbeit – es schont den Geldbeutel, fördert die eigene Fitness und jede*r Einzelne leistet dabei auch einen Beitrag zum Klimaschutz: Steigen Sie öfters einmal um auf ein Radl, entfliehen Sie dabei alten Gewohnheiten und entdecken Sie neue Wege in der Stadt, für sich und für den Umweltschutz. Übrigens, auch E-Bikes, Pedelecs und öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder einfach häufiger zu Fuß gehen, ist praktischer Klimaschutz. 

Sie wollen noch umweltverträglicher unterwegs sein und leidenschaftliche*r Radler*in werden? Unsere Infografiken zeigen, wie viel CO2 die einzelnen Verkehrsmittel ausstoßen und wie viel Geld sich über die Kosten pro Jahr einsparen lässt – jeweils bezogen auf einen durchschnittlichen Arbeitsweg.  

Infografik Verkehrsmittel im CO2 Vergleich
Infografik Verkehrsmittel im Kostenvergleich pro Jahr

Mobilitätsumfrage: Immer mehr Münchner*innen steigen auf das Fahrrad um

München Cool City wollte es genau wissen und fand über eine repräsentative Umfrage Interessantes über die Mobilität in München heraus: 53 Prozent aller Münchner*innen sparen bereits CO2 und Abgase und fahren Fahrrad, 21 Prozent sogar täglich. 35 Prozent derer, die täglich radeln, könnten sich vorstellen, in nächster Zeit ein E-Bike oder Pedelec zu kaufen.
In der Umfrage betonen 38 Prozent der Münchner*innen zudem, dass das Radwegenetz in München genau richtig ausgebaut sei. Doch sind die Möglichkeiten noch nicht vollständig erschöpft. Immer mehr Großstädter*innen genießen die morgendliche Fahrt mit dem Radl an der frischen Luft. Das macht im Frühling und Sommer zwar häufig noch mehr Spaß, doch auch im Herbst und Winter kann man bei gutem Wetter die Atmosphäre draußen genießen. Ob Herbstduft oder Wintersonne – Bewegung an der frischen Luft macht gute Laune und ist gesund. Sie benötigen etwas Starthilfe? Dann werfen Sie einen Blick in unsere umfangreiche Checkliste für sicheres und entspanntes Fahrradfahren zu jeder Jahreszeit.

Frau schließt Fahrradschloß auf

© contrastwerkstatt / Adobe Stock

Das tun Fahrradfahrer*innen fürs Klima

Mann mit Fahrrad in der Natur unterwegs

© iuricazac / Adobe Stock

Wie leicht es ist, etwas zum Schutz des Klimas beizutragen, zeigt sich an der steigenden Fahrradnutzung durch die Münchner*innen. Laut aktueller Umfrage verfügen fast alle Einwohner*innen Münchens bis zu einem Durchschnittsalter von 50 Jahren über ein Fahrrad. Tägliches Radeln egal ob ins Büro oder zum Einkaufen fördert den Klimaschutz. Ihr persönliches Einsparpotenzial können Sie mit unserem CO2-Rechner ermitteln.

Münchens Radinfrastruktur wird noch klimafreundlicher

München zählt die meisten Radlstrecken in deutschen Großstädten. Mit über 6.000 Fahrradrouten bietet das Münchner Radlnetz eine hervorragende Infrastruktur. Die Routen bieten für alle Fitnesslevel – vom Radsportler bis zum gelegentlichen Freizeitradler – perfekte Möglichkeiten. Sie verlaufen durch Münchens Innenstadt und führen Outdoor-Fans durchs wunderschöne Umland.

Die Landeshauptstadt München hat vorgesehen, den Ausbau der Fahrradinfrastruktur – eine Karte zum Ausbau finden Sie hier – kontinuierlich voranzubringen. Zu diesem Zweck sollen in Münchens Innenstadt an wichtigen Straßen besser markierte und breitere Radwege entstehen. Während der Corona-Pandemie hat die Stadtverwaltung im Juni 2020 fünf temporäre Pop-up-Radwege möglich gemacht. Es gibt dort mehr Platz, sodass verkehrssicheres Abstand halten gegeben ist.

Fahrradsymbol auf Marienplatz in München

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Darüber hinaus ist ein sicherer Radlring um den Altstadtkern herum vorgesehen, aber auch Fahrradwege mit einer angestrebten Breite von mindestens 2,30 Meter sowie die Schaffung von Radschnellwegen. Über diese so genannten Radschnellwege können Pendler*innen künftig sicher und attraktiv aufs Fahrrad umsteigen, Kosten sparen und einen klimafreundlichen Beitrag leisten. Unsere Beispielrechnung zeigt, wie viel jede*r Einzelne dabei in eine lebenswerte Zukunft investiert.

Pendlerstrecke: Innenstadt / Marienplatz bis zum Starnberger See, Dürrbergstraße

Hinweis: Für das ausgewählte Beispiel ist vom Landkreis Starnberg zusammen mit der Landeshauptstadt München auch eine Radschnellverbindung, die von der Innenstadt bis Planegg führen soll, geplant.

Kilometer: 33,4 – Grüne Route
CO2 -Ersparnis: 2.800 kg CO2  pro Jahr
Kostenersparnis: 4.400 Euro pro Jahr

Sie möchten gerne noch klimafreundlicher unterwegs sein? Wir zeigen Ihnen mit unserem CO2-Rechner weitere Einsparmöglichkeiten in Ihren individuellen Möglichkeiten hin zur umweltverträglichen Mobilität.