Jetzt umsteigen und Förderung sichern

Schon seit 2015 strebt die Landeshauptstadt München die Umstellung des urbanen Stadtverkehrs auf lokal emissionsfreie E-Fahrzeuge an. In diesem Jahr hat der Münchner Stadtrat zum Schutz des Klimas das „Integrierte Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität“ – kurz IHFEM – beschlossen. Mit einem Umfang von 65 Millionen Euro und seiner Vielseitigkeit ist dieses Handlungsprogramm in Deutschland einzigartig!

Im Rahmen des Programms stellt die Landeshauptstadt unter anderem sukzessive den städtischen Fuhrpark auf E-Fahrzeuge um, fördert die Anschaffung von E-Taxis und setzt zusammen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft auf E-Busse. Zudem schafft die Stadt München in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken München stadtweit ein umfassendes öffentliches Ladenetz für E-PKW. Fast 1.200 öffentliche Ladepunkte gibt es mittlerweile in unserer Stadt – mehr als in jeder anderen deutschen Kommune!

Und mit dem Förderprogramm „München e-mobil“ können sich alle Münchner*innen die Anschaffung von privater Lade-Infrastruktur und von E-Rollern, E-Leichtfahrzeugen und anderen elektrisch betriebenen, lokal emissionsfreien Gefährten fördern lassen. Weit über 10.000 Förderanträge sind für „München e-mobil“ in den letzten Jahren eingegangen. Spitzenreiter sind dabei die speziell bei Familien beliebten Lastenpedelecs, von denen bislang mehr als 5.000 gefördert werden konnten. Genau das Richtige also für Sie, wenn Sie Interesse haben, Ihre Mobilität nachhaltig zu verändern.

Förderprogramm „München e-mobil“ der Landeshauptstadt München

Familie informiert sich über Förderung

© fizkes / iStock

Mit dem Programm „München e-mobil“ fördert die bayerische Landeshauptstadt Privathaushalte, Gewerbetreibende, Freiberufler, Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) und gemeinnützige Vereine bei der Anschaffung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen:

Förderbar sind

  • Lastenpedelecs (25 % Förderquote, maximal 1.000 Euro)
  • zwei- und dreirädrige Elektroleichtfahrzeuge (25 % Förderquote, maximal 1.000 Euro)
  • Ladeinfrastruktur (40 % Förderquote, maximal 10.000 Euro)
  • Beratungsleistungen (80 % Förderquote, maximal 6.000 Euro).

Als einzige Stadt Deutschlands fördert München zudem den Kauf eines E-Motorrollers in Höhe von bis zu 1.000 Euro.
Wer sein Altfahrzeug in die Verschrottung gibt oder seinen Roller mit Ökostrom tankt, kann sich über weitere Zuschüsse freuen (200 bis 1.500 Euro).

Unternehmen und Freiberufler*innen können, bei gewerblicher Nutzung, zusätzlich eine Förderung für vierrädrige Elektroleichtfahrzeuge erhalten (Förderung in Höhe von 25 %, maximal 3.000 Euro).

Das aktuelle Förderprogramm Elektromobilität der Landeshauptstadt München läuft noch bis Ende 2020. In seiner Sitzung vom 16.12.2020 hat der Münchner Stadtrat die Verlängerung des Programms für das kommende Jahr beschlossen und die Förderrichtlinien angepasst. Nutzen Sie hier die Gelegenheit, sich weitergehend zu informieren, beraten zu lassen und umzusteigen.

Kaufprämie der Bundesregierung: Umweltbonus für Elektroauto verlängert

Fahrradfahrerin mit Einkaufskorb

© Studio Romantic / Adobe Stock

Die lukrativste Förderung für Elektroautos ist zudem der Umweltbonus der Bundesregierung, vergeben durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Je nach E-Autotyp sind bis zu 9.000 Euro Zuschuss möglich. Statt bis Ende 2021 gibt es die Förderung nun bis Ende 2025. Außerdem werden Steuererleichterungen und Zuschüsse für eine Wallbox gewährt.

Benötigen Sie aus bestimmten Gründen auf jeden Fall ein Auto und können nicht auf andere Verkehrsmittel ausweichen, nutzen Sie auch hier die Gelegenheit, sich zu informieren und umzusteigen. Beachten Sie aber bitte, dass sich eine Förderung durch den Bund und eine Förderung durch die Stadt gegenseitig ausschließen.

Förderung entspricht dem Lebensgefühl der Münchner*innen

Infografik Münchner Kaufinteresse E-Fahrzeuge

Die Förderprogramme zur E-Mobilität kommen genau zur rechten Zeit, denn bei Münchner Bürger*innen ist die Nachfrage nach E-Mobilen in der letzten Zeit stark gestiegen. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von München Cool City. Demnach würden sich 24 Prozent der Münchner*innen ein E-Auto kaufen und sogar 25 Prozent ein E-Fahrrad oder ähnliches anschaffen. Jeder Zwanzigste besitzt bereits jetzt ein elektrisches Fahrrad.

E-Fahrräder sind besonders bei 50- bis 64-Jährigen Menschen beliebt, so dass schon jetzt zehn Prozent von ihnen ein solches ihr eigen nennen. E-Lastenräder und E-Roller sind mittlerweile für jede*n zwölfte*n Münchner*in interessant. Insbesondere gelegentliche Auto- oder Fahrradfahrer*innen können sich laut der Studie den Erwerb eines E-Lastenrads und sogar eines E-Autos vorstellen.

Doch es gibt nicht nur ein abstraktes Interesse am Umstieg. Die verschiedenen Förderungen der Landeshauptstadt München und des Bundes zeigen bereits echte Wirkung: Bis Januar 2019 hatte die Bundesregierung rund 3.100 zugelassene Elektroautos in München gezählt. Seit April 2020 fahren laut bundesweiter Umfrage schon mehr als 5.600 E-Autos durch München.