FAQ: Gut zu Wissen

Elektrofahrzeuge werden in München immer beliebter. Wer sich zum ersten Mal damit beschäftigt, hat oft Fragen – zu den CO2-Emissionen oder zum Laden zum Beispiel. München Cool City gibt Ihnen Antworten:

1. Ist ein E-Auto komplett emissionsfrei?

Familie informiert sich über Förderung

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Bei der Herstellung von Batterie, Elektroauto oder Ladeinfrastruktur entstehen naturgemäß auch Emissionen. Deswegen passt „emissionsarm“ meist besser als „emissionsfrei“.

Über die gesamte Lebensdauer gesehen, ist die CO2-Bilanz eines E-Autos besser als die eines vergleichbaren PKWs mit herkömmlichem Antrieb. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung (ISI): „Werden bei der Batterieproduktion und beim Fahren zukünftig noch mehr erneuerbare Energiequellen eingesetzt, verbessert dies die Umweltbilanz weiter.

Dass E-Fahrzeuge der Schlüssel zur klimafreundlichen Mobilität sind, sagen darüber hinaus nicht nur Klimaschutz-Experten. Laut einer aktuellen Studie des Umweltbundesamts (UBA) ist die Umstrukturierung des Verkehrs mit treibhausgasneutralen Elektrofahrzeugen auch die kostengünstigste Variante  des Umstiegs – also ist eine Neuorientierung auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll.

2. Ist der Strom zum Aufladen beziehungsweise „Tanken“ komplett emissionsfrei?

Fahrradfahrerin mit Einkaufskorb

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Das hängt von der Herkunft des Stroms ab. Stammt er aus erneuerbaren Energien, ist das Aufladen auf jeden Fall wesentlich emissionsärmer im Vergleich zum Tanken von Benzin- oder Diesel-Fahrzeugen.

3. Was sind die Vorteile von E-Fahrzeugen? 

Infografik Münchner Kaufinteresse E-Fahrzeuge

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  • Die Antriebe sind energieeffizienter als die herkömmlicher Fahrzeuge.
  • Sie haben ein hohes Drehmoment ab den ersten Umdrehungen.
  • Elektromotoren sind leichter, kompakter und weitestgehend wartungsfrei.
  • E-Autos sind bis 2030 von der Kfz-Steuer befreit.
  • Vor Ort ist der Elektroantrieb emissionsfrei und sorgt für deutlich weniger Lärmbelästigung im Alltag.
  • Die Abhängigkeit von Öl oder Benzin entfällt.
  • E-Autos können gegebenenfalls auch zuhause „betankt“ werden.
  • Die Nutzung von E-Fahrrädern und Lastenrädern verlagert das Verkehrsaufkommen.

4. Gibt es genügend Ladesäulen in München?

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Seit Anfang des Jahres ist München mit mehr als 1.200 Ladepunkten die deutsche Stadt mit den meisten Möglichkeiten zum Laden. Außerdem können Elektroautos auch zuhause geladen werden. Für schnelles Laden ist eine Wallbox nötig, für die es Fördermittel gibt.

Eine Übersicht über Ladesäulen finden Sie unter anderem auf

5. Wie teuer ist der Strom zum Laden?

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Das hängt vor allem davon ab, wo geladen wird. An Supermärkten oder anderen Geschäften gibt es zum Beispiel schon jetzt oft kostenlose Ladesäulen. Solche kostenlosen Ladepunkte lassen sich schnell und problemlos über Plattformen wie www.goingelectric.de/stromtankstellen finden. Dort sind für München aktuell 25 kostenlose Ladesäulen verzeichnet.

Beim Aufladen zu Hause bestimmt der selbst gewählte Stromtarif über die Kosten. Üblich sind rund 0,30 Euro je Kilowattstunde (kWh). Wer Strom selbst produziert, etwa mit Photovoltaik, hat meist deutlich niedrigere Kosten.

An öffentlichen Ladesäulen sind die Preise meist etwas höher und Schnellladungen kosten häufig extra. Das Beispiel der Stadtwerke München (SWM) zeigt aber, dass das erfreulicherweise kein Muss ist. Bei den SWM bezahlt man keinen monatlichen Grundpreis. Für eine Wechselstrom-/AC-Ladung im gesamten Ladenetzverbund werden 0,37 Euro je Kilowattstunde fällig, für eine Gleichstrom-/Schnell-/DC-Ladung sind es ebenfalls nur 0,37 Euro je kWh. Eine Übersicht der Ladestationen in München ist unter www.swm.de zu finden.

6. Wie weit kommt man mit E-Fahrzeugen?

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Die Reichweite von Elektroautos ist sehr unterschiedlich. Sie liegt je nach Fahrzeug zwischen rund 100 und 450 Kilometern pro Ladung. Durchschnittlich fahren Deutsche allerdings nur circa 33 Kilometer am Tag und 230 Kilometer pro Woche. Viele Elektroautos kommen im Schnitt also mit einem Ladevorgang pro Woche aus. Zur Planung, wie gut längere Strecken mit einem E-Auto machbar sind, bieten sich Routenplaner wie https://e-tankstellen-finder.com/de/de/elektrotankstellen an.

Bei E-Fahrrädern hängt die Reichweite von vielen verschiedenen Faktoren ab: zum Beispiel Geschwindigkeit, Streckenprofil, Beladung, Gesamtgewicht – und natürlich von der Kapazität des Akkus. Bei hochwertigen E-Rädern und durchschnittlicher Nutzung sind 50 bis 100 Kilometer möglich. Damit lassen sich also die meisten Alltagsstrecken bewältigen.

7. Wie hoch sind die durchschnittlichen Ladezeiten? 

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Das variiert stark, denn vor allem die Größe des Akkus und die Art der Ladetechnik beeinflusst die Ladezeit.

Bei einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose dauert das vollständige Laden eines Elektroautos meist zwischen 8 und 14 Stunden, lässt sich also oft über Nacht erledigen. Mit einer Wallbox sind nur etwa 2 bis 6 Stunden nötig. An einer Schnellladestation kann ein komplett entleerter Akku auch schon nach 20 Minuten wieder voll sein.

Die Ladezeit von Akkus für E-Fahrräder beträgt im Durchschnitt zwischen 1,5 und 5 Stunden.