Die ultimativen Heiz- und Warmwassertipps

Weniger Heizkosten zahlen wollen alle. Aber mit welchen Tipps können Sie am meisten Geld sparen? Und wie lassen sich CO2-Emissionen am einfachsten durch cleveres Heizen vermeiden? Das Bauzentrum München verrät Ihnen, welche Spartricks Ihnen wirklich etwas bringen.

Programmierbare Thermostatventile

© co2online.de

Tipp #1

Elektronische Thermostate nutzen

Wie klingt das? Wenn Sie morgens aufstehen, ist Ihr Badezimmer bereits warm. Und wenn Sie abends nach Hause kommen, ist das Wohnzimmer geheizt. Obendrein sparen Sie, wenn Sie die Heizkörper sonst rund um die Uhr laufen lassen, im Schnitt rund 70 Euro Heizkosten und vermeiden 270 kg CO2 im Jahr. Wollen Sie das auch? Dann verwenden Sie einfach elektronische Thermostatventile. Denn mit denen können Sie genau programmieren, wann Ihre Heizkörper laufen und wann nicht.

Thermometer

© PublicDomainPictures / Pixabay 

Tipp #2

Raumtemperatur senken

Ob im Wohnzimmer 20 Grad oder 21 Grad Celsius sind, kann ein Thermometer zwar gut erkennen – einen Unterschied werden Sie selbst jedoch nicht wahrnehmen. Dass es sich trotzdem lohnt, können Sie am Jahresende auch auf Ihrer Heizkostenabrechnung sehen. Rund 40 Euro sparen Sie jedes Jahr in Ihrem Zuhause, wenn Sie die Temperatur um ein Grad senken. Dem Klima ersparen Sie so etwa 160 kg unnötiges CO2.

Thermostatventil Infografik

Infografik vergrößern

Tipp #3

Thermostate richtig einstellen

Wird es schneller warm, wenn Sie das Thermostat voll aufdrehen? – Leider nein. Denn ein Thermostatventil funktioniert ganz anders als ein Wasserhahn. Klar: Aus dem Hahn kommt umso mehr Wasser, je mehr Sie aufdrehen. Mit einem Thermostat hingegen regeln Sie nicht die Durchflussmenge des heißen Heizwassers, sondern Sie stellen die gewünschte Raumtemperatur ein. Heißt: Die Heizung heizt so lange volle Kraft, bis die von Ihnen eingestellte Temperatur erreicht ist. Das wird über einen Temperaturfühler im Thermostatkopf gesteuert. Nutzen sie deshalb das Thermostat richtig und stellen Sie die Raumtemperatur ein, die Sie wirklich wollen. Bei einer fünfstufigen Zahlenskala steht Stufe 3 zum Beispiel für eine Raumtemperatur von rund 20 Grad. Stellen Sie das Thermostat auf Stufe 5, heizen Sie den Raum auf 28 Grad.

Fenster komplett öffnen

© Phil Dera / co2online.de

Tipp #4

Richtig lüften

Gehen Sie beim Lüften aufs Ganze und öffnen Sie Fenster immer komplett. Wer stoßlüftet statt die Fenster dauerhaft zu kippen, spart im Schnitt pro Jahr bis zu 85 Euro. Außerdem vermeiden Sie bis zu 335 kg CO2.

Warum Stoßlüften nicht nur günstiger, sondern auch besser ist? Weil durch gekippte Fenster kaum frische Luft ins Zimmer kommt und die Wände rings ums Fenster auskühlen. Das ist zwar gut für Schimmelpilze – aber schlecht für Sie. Von Dezember bis Februar sollten Sie deshalb täglich drei bis vier Mal stoßlüften. Bitte nicht vergessen, dabei die Heizkörper abzudrehen!

Fenster abdichten

© co2online.de

Tipp #5

Fenster abdichten 

Die Heizung ist an und Sie frieren trotzdem? Vielleicht sind Ihre Fenster nicht ganz dicht. Stellen Sie mal eine Kerze aufs Fensterbrett – wenn die Flamme wackelt, dichten Sie Ihre Fenster ab! Das können Sie ganz einfach selbst erledigen, mit handelsüblichem Dichtungsband aus dem nächsten Baumarkt. Eine genaue Anleitung finden Sie hier. In einer Wohnung mit sieben Fenstern sparen Sie dadurch beispielsweise rund 50 Euro Heizkosten im Jahr. Und Sie vermeiden etwa 200 kg CO2 pro Jahr.

Duschbrause mit Durchlaufbegrenzer zum Warmwasser sparen

© 955169 / pixabay.com

Tipp #6

Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer verwenden

Dieser Trick spart doppelt: Mit einem Sparduschkopf oder einem Durchflussbegrenzer senken Sie Ihren Warmwasserverbrauch um die Hälfte. Das spart erstens Energiekosten fürs Erwärmen des Wassers und zweitens Wasserkosten, weil Sie weniger Wasser verbrauchen. Übers Jahr sind das 130 Euro und 215 kg weniger CO2 – pro Person! Übrigens: Die Durchflussbegrenzer können Sie nicht nur zwischen Wasserhahn und Dusch-Schlauch montieren, sondern bei allen Wasserhähnen an den Ausflussdüsen einsetzen. Das dauert nur drei Minuten und geht ganz leicht. Einen Sparduschkopf erhalten Sie ab rund 20 Euro im Baumarkt oder im Fachhandel. Durchflussbegrenzer gibt es ab etwa 5 Euro. Falls Sie einen Durchlauferhitzer oder einen drucklosen Wasserspeicher haben, sollten Sie sich vom Verkäufer gut beraten lassen: Manchmal funktionieren Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer dann nicht.

Heizkörper freistellen

© Dominik Kuhn / Unsplash.com

Tipp #7

Achten Sie auf freie Heizkörper

Passiert leider öfter als man denkt: Aufgrund enger Platzverhältnisse stehen Möbel vor den Heizkörpern. Oder die Gardinen sind so lang, dass sie über die Heizung reichen. Warum das ungünstig ist? Weil sich die Wärme nicht gleichmäßig im Raum verteilen kann. Stattdessen staut sich die Wärme am Heizkörper und dieser schaltet ab, obwohl die Wunschtemperatur im Raum noch nicht erreicht ist. Die meisten Verbraucher stellen daraufhin das Thermostat eine Stufe höher – und haben somit am Ende auch höhere Heizkosten. Räumen Sie beispielsweise zwei Heizkörper in Ihrer Wohnung frei, senken Sie Ihre Heizkosten um rund 20 Euro im Jahr. Und es entstehen 80 weniger CO2.

Heizungsventil

© Julia Axmann / co2online.de 

Tipp #8

Heizung hydraulisch abgleichen

Nur für Hausbesitzer: In einem Zimmer ist der Heizkörper lauwarm, im anderen Zimmer glüht er – obwohl beide Thermostate auf 3 stehen. Falls Sie diesen Zustand kennen, ist es in Ihrem Haus Zeit für einen „hydraulischen Abgleich“. Der „hydraulische Abgleich“ wird vom Fachhandwerker vorgenommen und von der KfW gefördert. Mit dem hydraulischen Abgleich beenden Sie die ungleichmäßige Wärmeverteilung im Haus – und sparen jedes Jahr rund 85 Euro ein. Zudem vermeiden Sie etwa 290 kg CO2.
PS: Sie wohnen zur Miete, und Ihre Nachbarn haben das gleiche Problem? Dann machen Sie Ihren Vermieter auf den Missstand aufmerksam.

Heizungsrohr dämmen

© co2online.de

Tipp #9

Heizungsrohre dämmen

Nur für Hausbesitzer, Teil 2: In Ihrem Keller ist es genauso warm wie in Ihrem Wohnzimmer? Dann sind Ihre Heizungsrohre nicht gedämmt und geben einen Teil der Wärme bereits im Keller an die Umgebungsluft ab. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern laut Energieeinsparverordnung (EnEV) sogar eine Ordnungswidrigkeit. Also: Dämmen Sie Ihre Heizungsrohre! Die notwendigen Rohrschalen erhalten Sie im Baumarkt. Die Montage ist kinderleicht: Schneiden Sie die Stücke auf die richtige Länge und kleben Sie sie mit Klebeband fest. Eine detaillierte Anleitung finden Sie hier. So sparen Sie in Ihrem Einfamilienhaus mehr als 310 Euro im Jahr. Außerdem entstehen 1.050 kg CO2 weniger.

Bauzentrum: Kostenfreies Beratungsangebot

Eine Heizung muss zum jeweiligen Haus und den individuellen Wünschen der Bewohner passen. Lassen Sie sich deshalb vom Bauzentrum München persönlich beraten und erfahren Sie, wie Sie Ihre Heizung effizienter und wirtschaftlicher machen. Die telefonische Beratung ist kostenlos. Darüber hinaus bietet das Bauzentrum eine Vielzahl weiterer Beratungsangebote rund um die Bereiche Wohnen, Bauen und Sanieren an. Eine professionelle Vor-Ort-Beratung vom Bauzentrum mit individuellen Heiz- und Lüftungstipps verlosen wir übrigens bei unserem Gewinnspiel. Machen Sie hier gleich mit!