Es werde Licht! Aber stromsparend, bitte.

Stromhungrige Glühbirnen und Halogenlampen brennen in fast jedem zweiten Haushalt in München. LEDs kommen dagegen mit deutlich weniger Strom aus – und die dunkle Jahreszeit ist die beste, um umzusteigen. Mit unseren Tipps finden Sie die passende strom- und kostensparende Beleuchtung für Ihr Zuhause.

Bei der Weihnachtsbeleuchtung setzt die große Mehrheit schon auf LEDs. Nur noch jeder fünfte Haushalt in Deutschland verwendet laut einer Umfrage des Energieanbieters „Lichtblick“ herkömmliche Glühlämpchen. Die Münchnerinnen und Münchner sind vorbildlich, wenn es generell um Beleuchtung geht: 90 Prozent schalten das Licht aus, wenn sie einen Raum verlassen – keine andere Maßnahme zum Energiesparen und Klimaschützen ist beliebter.

Aber es ist noch Luft nach oben. Denn in mehr als 40 Prozent der Haushalte in München sind Halogenlampen oder Glühbirnen noch immer im Einsatz. Der Grund: Die meisten wollen keine funktionierenden Lampen in den Müll werfen oder bevorzugen das angenehme Licht von Glühbirnen. In unserem Faktencheck beantworten wir alle wichtigen Fragen zum Thema LEDs und zeigen Ihnen, dass sich der Wechsel zu effizienten Lampen rentiert.

Glühbirnen und Halogenlampen erst ersetzen, wenn Sie kaputt sind?

Wo Lampen nur selten brennen, lässt sich nicht viel Strom sparen. In selten beleuchteten Räumen wie Dachboden, Speise- oder Abstellkammer muss also nicht gleich Ersatz her.

Wo Lampen länger leuchten, macht sich der sofortige Wechsel zur LED dagegen schnell bezahlt.

LED Lampen hängen von der Decke

© vladimirfloyd / Fotolia.com

Stromkosten-Ersparnis pro Jahr

Bei einer Leuchtdauer von 1 Stunde pro Tag:
Glühbirnen-Stromkosten von 6,40 Euro
LED-Stromkosten von 0,85 Euro

Bei einer Leuchtdauer von 2 Stunden pro Tag:
Glühbirnen-Stromkosten von 12,80 Euro
LED-Stromkosten von 1,70 Euro

Bei einer Leuchtdauer von 3 Stunden pro Tag:
Glühbirnen-Stromkosten von 19,20 Euro
LED-Stromkosten von 2,55 Euro

Ein durchschnittlicher Haushalt in München zahlt derzeit übrigens 70 Euro pro Jahr für die Beleuchtung. Senken lässt sich der Stromverbrauch durch den Einsatz von LEDs im Schnitt um 38 Prozent. Das entspricht 27 Euro pro Jahr, die Sie durch den Wechsel zu LEDs sparen.

Ist das Licht von Glühbirnen nicht besser als das von LED- oder Energiesparlampen?

Viele Verbraucher haben mit den ersten Energiesparlampen eher schlechte Erfahrungen gemacht: Bei einigen Modellen war das Licht kühler als bei einer Glühbirne. Dies hat sich jedoch zum Glück geändert: Smarte LED-Lampen lassen sich umstellen: auf gemütliches Licht für den Alltag („warm-weiß“) oder helleres Licht für mehr Konzentration beim Arbeiten („tageslicht-weiß“).

LED Lampen hängen von der Decke

© John-Mark Smith / pexels.com

Gleicht die Stromersparnis von LEDs wirklich die höheren Anschaffungskosten aus?

LED Lampen hängen von der Decke

© Brendan Humphreys / pexels.com 

Auch dieses Problem gab es vor allem in den Anfangsjahren von Energiespar- und LED-Lampen. Inzwischen sind die Kosten für Leuchtmittel so stark gesunken, dass sich oft der Anschaffungswert innerhalb weniger Monate bezahlt macht – vor allem in häufig genutzten Räumen, in denen Lampen üblicherweise länger brennen, also im Wohnzimmer schneller als in der Speisekammer.

Gängige LED-Testsieger gibt es schon ab 3 bis 5 Euro. Außerdem halten LEDs länger: 15.000 bis 20.000 statt nur 1.000 Stunden Leuchtzeit wie bei herkömmlichen Glühbirnen.

Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung macht sich die Stromersparnis schnell bemerkbar: Bei einer durchschnittlichen Lichterkette mit herkömmlichen Glühbirnen fallen in 40 Tagen rund 10 Euro Stromkosten an. Eine vergleichbare LED-Lichterkette erzeugt weniger als 1 Euro Stromkosten in der gleichen Zeit.

Worauf ist beim Einkauf und Austausch der Leuchtmittel zu achten?

Wer seine Glühbirnen und Halogenlampen ersetzen möchte, schaut sich am besten alle an – und notiert sich die Eckdaten für den Einkauf im Online-Handel oder in Münchner Elektronik- oder Fachgeschäften:

LED Lampen hängen von der Decke

© co2online.de

LED Lampen hängen von der Decke

© co2online.de

Fassung, Form und Größe?

Am gängigsten sind E27-Fassungen. Bei der Form wird vor allem zwischen klassisch, Kerze und Tropfen unterschieden. Wer unsicher ist, nimmt am besten seine alte Glühbirne oder Energiesparlampe mit ins Geschäft.

Watt oder Lumen?

Bei herkömmlichen Lampen war die Watt-Zahl entscheidend. Bei LEDs sind meist Lumen angegeben. Auf Verpackung oder Beschreibung sind zum Vergleich auch Watt-Werte zu finden. Zum Beispiel: 8-Watt-LED ersetzt 60-Watt-Glühbirne.

Warmes oder kaltes Licht? Dimmbar?

Kaltes Licht ist zum Beispiel am Arbeitsplatz besser geeignet als warmes. Und nicht alle LED-Lampen sind dimmbar. Wer besondere Anforderungen an eine effiziente Lampe hat, sollte also auch die notieren.